Der Schauplatz

 

Den zentralen Schauplatz der Seven Hills Legenden bildet das Siebengebirge, dessen Umgebung und der Mittelrhein. Der Drachenfels, der Heinrichsblick, die Löwenburg, das Nachtigallental, der Stenzelberg, der Rolandsbogen und viele weitere namenhafte und versteckte Orte sind in die Seven Hills Legenden verwoben. Auch manche Sagen aus Regionen, die nicht auf der Karte zu sehen sind, wie z.B. die der Loreley oder der schönen Lau, sind in die Geschichten eingeflochten worden.

 

Als Teil eines Fantasy-Epos wird diesen realen Orten eine fiktive Vergangenheit hinzugedichtet und sie werden mit fantastischen, magischen Eigenschaften ausgeschmückt. Die Steinschluchten des Stenzelberges bergen beispielsweise geheime Tore in eine andere Welt, der Drachenfels wird von einem Drachen bewohnt, der Krater im Weilberg verschlingt alles, was hinein fällt, und das Wasser des blauen Sees verzaubert den Badenden...

 

 

Die Bewohner

 

In den Seven Hills Legenden waren die ersten Bewohner der Gegend die Drachen. Doch nach tausenden von Jahren besiedelten die ersten Menschen die Regionen rund im den Rhein. Aus dem Fernen Osten kamen dann sieben Riesen, die aber nach kurzer Zeit wieder in ihre Heimat verschwanden. Nach und nach starben die Drachen aus, bis schließlich Feen und allerlei Natur- und Waldgeister in den Seven Hills auftauchten. In den Gewässern des Rheins wohnten schon seit jeher Nixen und in den Rheintiefen auch Meeresungeheuer. Zwischen den Wurzeln der alten Bäume hausten Kobolde und allerlei andere winzig kleine Gestalten. In jüngerer Zeit begannen Zwerge in den Seven Hills Minen zu graben. Doch all' diese Geschöpfe sind in der Gegenwart von den Menschen nicht mehr gesehen worden und die Erinnerung an sie verblasst von Generation zu Generation.

 

 

Geschichtlicher Abriss

 

Die Frühzeit der Seven Hills ist die Zeit der Drachen gewesen. Das Land war flacher als heute und statt der Seven Hills, wie wir sie heute kennen, prägten einige Vulkane die ansonsten eher karge Landschaft. Und obwohl der Rhein viel breiter und verzweigter floss als heute, befördete er dennoch weniger Wasser. Auf der Suche nach neuem Land kamen irgendwann Menschen aus dem Süden den Rhein entlang Richtung Norden. Ihre Kultur entsprach etwa der von Jungsteinzeitmenschen. Um die Drachen zu beseitigen, baten sie ihre Freunde, die Riesen, um Hilfe. Diese kamen aus dem fernen Osten und gruben mit ihren riesigen Schaufeln den Rhein tiefer. Die Erde aber schütteten sie in und neben die Vulkane. Als alle Vulkane zugeschüttet waren, verschwanden sie wieder dorthin, wo sie hergekommen waren. Ihrer Brutplätze beraubt, flogen die jüngeren Drachen davon, um eine neue Heimat zu suchen. Die Älteren blieben, starben aber nach einiger Zeit aus. So endete das erste, das Zeitalter der Drachen.

 

Das Wetter wechselte. Gewitter und Regen mehrten sich. Die von den Riesen aufgeschüttete Erde erwachte langsam zum Leben. Viele Arten von Natur- und Waldgeistern erschienen, je mehr Pflanzen und Bäume wuchsen. Die Feen waren gekommen und sorgten nun für eine Verwandlung der einst kargen Landschaft in einen verwunschenen Wald. Die Menschen hatten am Ufer des Rheins einige Dörfer errichtet und lebten von Viehzucht, Fischerei und Ackerbau, denn um den Rhein herum hatte sich fruchtbares Land gebildet. Auch wenn sie die Feen und die anderen Naturwesen nur selten zu Gesicht bekamen, hüteten sie sich davor, die inzwischen unpassierbaren Feenwälder der Seven Hills zu betreten. Doch einige gierige Menschen vermuteten Gold, Silber und Kupfer tief im Gestein der Berge und so begannen die kleinwüchsigsten unter ihnen - die Zwerge - Minen in die Berge zu graben. Um die Seven Hills vor der Gier der Menschen und Zwerge zu beschützen, zog die Feenkönigin aus einem uralten Drachenei den letzten Drachen auf. Nach einer langen Zeit erfolgreicher Verteidigung wurde schließlich der letzte Drache der Seven Hills von den Menschen getötet. Die Feen und Naturgeschöpfe zogen sich verbittert in Steinspalten zurück und wurden nie mehr gesehen. So nahm das Zeitalter der Feen sein Ende.

 

Da der Drache und die mystischen Geschöpfe fort waren, begannen nun die Menschen die Schätze der Seven Hills an sich zu nehmen. Kupfer wurde aus den Bergen gefördert, Wege angelegt, der Wald stellenweise gerodet, ein Kloster und ein Dorf oben in den Bergen errichtet und Basaltsteine aus den Felswänden gehauen. Burgen wurden in den Seven Hills und entlang des Rheins erbaut, um die Macht der menschlichen Herrscher zu demonstrieren. Doch auch dieser Glanz sollte wie durch einen Fluch verfallen. Noch heute können die Ruinen beispielsweise der Löwenburg oder des Klosters Heisterbach besichtigt werden. Das Zeitalter der Menschen nahm dennoch bis heute kein Ende.

 

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